Wissen · Positionierung

Welche Sprache passt zu Ihren Kunden?

saubermedia · 24. September 2026 · 3 Min. Lesezeit

Professionell klingt nicht automatisch kompliziert. Gerade bei erklärungsbedürftigen Angeboten schafft eine direkte, verständliche Sprache mehr Orientierung als Fachjargon.

Hören Sie auf echte Formulierungen

Notieren Sie, welche Wörter Kunden im Erstgespräch benutzen. Fragen sie nach „Positionierung“ oder eher danach, warum ihre Website keine passenden Anfragen bringt? Beide Begriffe können auf derselben Seite stehen: zuerst das Anliegen, dann die fachliche Einordnung. Passen Sie die Anrede an Ihre tatsächliche Zielgruppe an und verwenden Sie sie konsequent. Ein lockerer Ton kann zu einem Unternehmen passen, ein sachlicher zu einem anderen. Entscheidend ist nicht ein Trend, sondern ob Leser Inhalt und Haltung wiedererkennen.

Erklären Sie Begriffe dort, wo sie gebraucht werden

Fachbegriffe sind nicht verboten. Definieren Sie einen Begriff beim ersten Auftreten, falls er für die Entscheidung nötig ist. Statt fünf Abkürzungen in einer Reihe zu nennen, erklären Sie die Wirkung: Was wird geprüft, was verändert sich und woran erkennt der Kunde den Nutzen? Kürzere Sätze helfen besonders auf kleinen Bildschirmen. Streichen Sie Floskeln wie „maßgeschneiderte Lösungen“, wenn der nächste Absatz nicht zeigt, woran die Anpassung erkennbar ist. Eine klare Stimme besteht aus konkreten Aussagen, nicht aus möglichst einfachen Wörtern um jeden Preis.

Halten Sie die Stimme über Seiten hinweg

Startseite, Ratgeber, Formular und E-Mail nach der Anfrage sollten zueinander passen. Wenn die Website unkompliziert wirkt, der Formulartext aber voller interner Begriffe ist, entsteht ein Bruch. Legen Sie einige praktische Schreibregeln fest: Anrede, bevorzugte Begriffe, Länge der Überschriften und Umgang mit Unsicherheit. Lesen Sie Texte laut vor. Holprige Passagen fallen dabei schnell auf. Fragen Sie anschließend, ob die wichtigsten Informationen trotzdem enthalten sind. Weniger Text hilft nur, wenn das Wesentliche verständlich bleibt.

Zwei Fassungen vergleichen

Schreiben Sie einen Abschnitt einmal in interner Sprache und einmal so, wie ein Kunde im Gespräch fragen würde. „Wir optimieren Ihre Conversion entlang der Customer Journey“ kann zu „Wir prüfen, an welcher Stelle Interessenten Ihre Website verlassen, bevor sie Kontakt aufnehmen“ werden. Die zweite Fassung sagt noch nicht alles, zeigt aber die Aufgabe. Fachbegriffe können darunter erklärt werden. Lassen Sie die Zielgruppe beide Varianten lesen und fragen Sie, welche Informationen danach fehlen. Eine klare Sprache muss präzise bleiben; sie darf keine wichtigen Grenzen oder Bedingungen auslassen.

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