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Website-Relaunch ohne verlorene Wege planen

saubermedia · 24. September 2026 · 3 Min. Lesezeit

Ein neuer Auftritt kann die Positionierung deutlich verbessern. Gleichzeitig können alte Links ins Leere laufen, wenn Seiten verschwinden oder Adressen sich ändern. Planen Sie diesen Übergang mit, bevor das neue Design live geht.

Bestandsaufnahme vor dem Umbau

Erfassen Sie vorhandene URLs, besonders die wichtigen Leistungsseiten, Beiträge und Kontaktwege. Prüfen Sie, welche Seiten organische Besuche erhalten, verlinkt sind oder von Kunden häufig genutzt werden. Nicht jede alte Seite muss bleiben. Aber für jede wichtige alte Adresse braucht es eine bewusste Entscheidung: beibehalten, überarbeiten, auf eine inhaltlich passende neue Seite weiterleiten oder entfernen. Sichern Sie auch Seitentitel, hilfreiche Antworten und Projektbelege, die im neuen Auftritt leicht vergessen werden. Eine tabellarische Zuordnung reicht oft als Grundlage für die Umsetzung.

Weiterleitungen brauchen ein passendes Ziel

Ändert sich eine URL dauerhaft, richten Sie in der Regel eine permanente Weiterleitung auf die relevanteste neue Seite ein. Leiten Sie nicht pauschal alle alten Leistungsseiten auf die Startseite. Ein Besucher, der nach einer bestimmten Leistung gesucht hat, soll dort auch eine entsprechende Antwort finden. Vermeiden Sie lange Ketten aus mehreren Weiterleitungen. Prüfen Sie außerdem, ob interne Links gleich auf die neue Zieladresse zeigen. Google beschreibt serverseitige permanente Weiterleitungen als klares Signal bei dauerhaften URL-Änderungen; die fachlich passende Zuordnung bleibt Ihre Aufgabe.

Eine kanonische Adresse pro Inhalt

Wenn derselbe Inhalt unter mehreren Varianten erreichbar ist, legen Sie eine bevorzugte URL fest. Das kann bei Domain-Varianten mit und ohne www, bei Pfaden mit Schrägstrich oder bei technischen Parametern relevant werden. Die kanonische Angabe und Weiterleitungen sollten sich nicht widersprechen. Ihre Sitemap listet die bevorzugten URLs. Prüfen Sie nach dem Start, ob einzelne neue Seiten versehentlich auf die alte Domain verweisen oder durch ein noindex-Signal blockiert sind. Solche kleinen Fehler können den Nutzen eines inhaltlich guten Relaunchs ausbremsen.

Nach dem Start gezielt beobachten

Testen Sie wichtige alte URLs und die neue mobile Navigation. Funktionieren Formulare, Telefonnummern und interne Links? Vergleichen Sie in der Search Console nicht nur einen Tag vor und nach dem Relaunch. Indexierung und Suchanfragen können sich mit Verzögerung verändern; auch Saison und neue Inhalte spielen eine Rolle. Achten Sie besonders auf nicht gefundene Seiten und Anfragen, die zuvor eine klare Zielseite hatten. Korrigieren Sie zuerst Wege, die realen Interessenten fehlen. Ein Relaunch ist abgeschlossen, wenn der neue Auftritt verständlich nutzbar ist, nicht schon beim technischen Go-live.

Weiterlesen: Google: Weiterleitungen und Google Search

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