Wissen · B2B-Marketing

Eine B2B-Fallstudie verständlich schreiben

saubermedia · 24. September 2026 · 3 Min. Lesezeit

Kundenfälle sind besonders nützlich, wenn Leser ihr eigenes Problem darin wiedererkennen. Eine bloße Logo-Galerie erklärt selten genug.

Starten Sie mit dem Kontext

Beschreiben Sie Branche oder Situation nur so genau, wie es mit Freigabe möglich ist. Was war vor dem Projekt unklar? Welche Randbedingungen gab es? Vermeiden Sie dramatische Erzählungen, die den Kunden schlecht aussehen lassen. Ein guter Fall zeigt respektvoll, welches Problem gelöst werden sollte. Nennen Sie den Arbeitsumfang, damit Leser nicht annehmen, eine kleine Textkorrektur habe allein eine ganze Vertriebsstrategie verändert.

Erklären Sie die fachliche Wahl

Welche Alternativen standen zur Verfügung und warum wurde diese Reihenfolge gewählt? Bei einer Positionierung kann zuerst die Zielgruppe geklärt, dann die Seitenstruktur angepasst und später eine SEO-Maßnahme umgesetzt worden sein. Diese Entscheidung ist oft der interessanteste Teil. Unterscheiden Sie Ihre Arbeit von Beiträgen des Kunden und anderer Partner. Zeigen Sie geeignete Bilder nur mit Rechten und Zustimmung. Ein Fall ohne Wahlbegründung bleibt ein Werbetext.

Bleiben Sie beim Ergebnis ehrlich

Wenn Zahlen verfügbar sind, erläutern Sie Zeitraum, Ausgangswert und Messmethode. Wenn nicht, beschreiben Sie beobachtbare Veränderungen: klarere Angebotsseite, kürzerer Erklärungsbedarf im Erstgespräch oder eine neue Anfrageroutine. Behaupten Sie keine Kausalität, die Sie nicht belegen können. Verlinken Sie den Fall von der passenden Leistung aus. Ein Interessent soll erkennen, für welche Art von Aufgabe Ihre Erfahrung relevant ist.

Ein Fall ohne Zahlenspiel

Ein mittelständischer Dienstleister hatte mehrere Leistungen auf einer einzigen Seite vermischt. Die Beratung strukturierte die Zielgruppen und entschied, welche Angebote eigene Seiten benötigen. Ohne verlässliche Vorher-nachher-Daten sollte der Fall nicht „300 Prozent mehr Umsatz“ behaupten. Er kann aber die Ausgangslage, die Entscheidungskriterien und die neue Struktur zeigen. Wenn später qualifizierte Anfragen dokumentiert werden, lassen sie sich mit Zeitraum und Kontext ergänzen. Bis dahin hilft der Fall, das Vorgehen zu verstehen. Kennzeichnen Sie ihn nur dann als real, wenn er tatsächlich freigegeben ist.

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